Mundtrockenheit

Woher kommt Mundtrockenheit und was hilft wirklich?

Wenn einem im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke wegbleibt. Was Sie gegen einen trockenen Mund tun können und wo die Ursachen liegen, erfahren Sie bei uns!

Die Ursachen der Mundtrockenheit

Mundtrockenheit (med.: Xerstostomie, Oligostomie) ist unangenehm. Der menschliche Speichel besteht zu 99,5 % aus Wasser und zu 0,5 % aus zahlreichen organischen und anorganischen Substanzen. Fließt zu wenig Speichel, vermehren sich schädliche Keime in der Mundhöhle. Oft hilft dagegen ein Schluck Wasser, aber es gibt auch krankhafte Ursachen. Sechs große und unzählige kleine Speicheldrüsen halten unsere Mundhöhle mit täglich etwa 0,5 bis 1,5 Liter Speichel feucht. Arbeiten allerdings Speicheldrüsen eingeschränkt oder sind nicht funktionsfähig, kann dies eine erhebliche Reduktion des Speichelflusses zur Folge haben. Die antibakterielle Schutzfunktion des Speichels ist somit vermindert oder sogar gar nicht mehr vorhanden. Viele verschiedene Faktoren können die Ursache für eine Mundtrockenheit sein.

Flüssigkeitsmangel
Zu diesen Faktoren wird in erster Linie der Flüssigkeitsmangel gezählt. Die Speichelproduktion kann entweder durch einen hohen Flüssigkeitsverlust durch Sport oder zu wenig Trinken vermindert werden.

Mundatmung
Eine weiterer Faktor kann die Mundatmung sein. Jeder kennt es, Sie sind erkältet und haben eine ständig verstopfte Nase. In der Nacht äußert sich das dann bei vielen durch Schnarchen. Hier wird nur durch den Mund geatmet und lässt diesen schneller austrocknen.

Fortschreitendes Alter
Des Weiteren wird beobachtet, dass besonders bei Betroffenen im fortschreitendem Alter oft viele Gründe zusammenkommen. Ein Drittel aller in Deutschland verschriebenen Medikamente werden von Patienten über 65 Jahre eingenommen (diese Patientengruppe macht 20 % der deutschen Bevölkerung aus). Die Einnahme von Medikamenten mit xerogenen Nebenwirkungen ist hier die Hauptproblematik. Zudem lässt die Speicheldrüsenfunktion im Alter nach und die Trinkmenge sinkt.

Medikamente
Die Einnahme von verschiedenen Medikamenten gegen psychische- oder Autoimmunerkrankungen (wie z. B.: das Sjögren-Syndrom) oder eine Strahlentherapie bei Krebskrankenmenschen im Hals- oder Kopfbereich zählen ebenfalls oftmals dazu (Radioxerostomie).

Stress und Laster
Neben all diesen Faktoren trägt aber letztendlich ein starker Nikotinkonsum und zu viel Stress sehr zu einer Mundtrockenheit bei. Eine bewusstere Lebensweise mit ausreichenden Erholungsphasen freut nicht nur ihre Seele, sondern auch Ihren Mund.

Die Symptome

Die häufigsten Symptome bei einer Mundtrockenheit sind Schluckbeschwerden, Geschmacksstörungen, Zungen- oder Mundbrennen, erhöhtes Kariesrisiko und Halitosis (Mundgeruch). Aber auch rissige Lippen, Heiserkeit, Reizhusten und Mundentzündungen können die unangenehmen Folgen einer chronischen Mundtrockenheit sein.

Ihnen kommen einige von diesen Symptomen bekannt vor? Dann können Sie ihre Beschwerden auch vorerst selber lindern. Diese Tipps zur Behandlung gibt es von unserem adentes Team für Sie:

Die Therapie

1. Viel Trinken:
Eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr ist das A und O bei einer Mundtrockenheit. Um den Mund immer wieder auszuspülen und feucht zu halten, eignen sich sehr gut Wasser oder zuckerfreie Früchtetees.

2. Gründlich kauen:
Durch intensives Kauen werden die Speicheldrüsen stimuliert. Außerdem können Sie zwischendurch auch zuckerfreie Kaugummis zur Anregung der Speichelbildung kauen. Wir von adentes empfehlen Ihnen Kaugummis, welche Xylit enthalten. Xylit ist ein Zuckerersatzstoff und hat zudem eine nachgewiesene antibakterielle Wirkung.

3. Raucherstopp:
Noch ein weiterer Grund mit dem Rauchen aufzuhören, denn der Tabakrauch verstärkt ebenfalls Mundtrockenheit.

4. Intensive Mundhygiene:
Damit Sie der Volkskrankheit „Parodontitis“ sowie auch „Karies“ vorbeugen können, ist eine gute Mundhygiene bei eingeschränkter Speichelfunktion besonders wichtig. Mit regelmäßigen Vorsorgeterminen zur professionellen Zahnreinigung und anschießender Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt, sind Sie bestens bei uns aufgehoben.

Wollen diese Tipps einfach nicht fruchten und Ihr Mund wird immer wieder oder sogar über eine längere Zeit trocken, sollten Sie vorerst Ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser wird Sie eingehend untersuchen und befragen. Starke psychische Belastungen, Ernährungsgewohnheiten und Vorerkrankungen sollten von ihm erfragt werden. Wie bereits erwähnt, kann eine Medikamenteneinnahme von xerogenen Präparaten die Ursache für eine verstärkte Mundtrockenheit sein. Trifft das zu, sollte er Sie eventuell auf Alternativpräparate umstellen.

Je nach Verdacht empfiehlt sich eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten weiterer Fachdisziplinen wie Hals-Nasen-Ohren Spezialisten oder Neurologen. Selbstverständlich können Sie auch gerne uns aufsuchen und sich beraten lassen.

Tipp für Zuhause: Achten sie auf eine Fluoridierung Ihrer Zähne mittels fluoridhaltiger Zahnpasta (morgens/abends) und die  zusätzliche  Anwendung eines Fluoridgels, welches nur einmal wöchentlich angewendet werden sollte.

 

 


– Jessica Werdein
BSc Dental Hygienist

Für dein Lächeln

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